Bereits 1921 sind Reste dieses vermutlich bedeutendsten römischen Gutshofs im Landkreis Dachau, aus dem 3. – 4. Jhd. n. Chr., durch den Museumsverein Dachau ausgegraben worden. Damals wurden die Grundrisse von fünf Gebäuden (darunter ein Wohnhaus und ein Badehaus) aufgedeckt. Nahezu vollständig geborgene, rechteckige Hohlziegel (Tubuli – siehe Fundstücke) lassen darauf schließen, dass Boden und Wände zumindest in Teilbereichen der Villa rustica durch künstlich erwärmte Luft gleichmäßig beheizt wurden. Die Römer waren damit ihrer Zeit weit voraus. Es dauerte bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts bis die Annehmlichkeiten einer Wand- und Fußbodenheizung in unsere Wohnwelten zurückkehrten. Neben kunstvollen Glasgefäßen, wie dem bei Großberghofen entdeckten Kännchen, stellten die Römer bereits Flachglas für die Fenster ihrer Gebäude her. Diese Fertigkeit ging in der Völkerwanderungszeit wieder verloren.